Unsere Ähnlichkeit

Kolumnen / Kurier Freizeit
Stimmt das mit der These, dass jeder Mensch, der einen Hund besitzt, im Grunde so aussehen möchte wie der Hund? Es ist das die viel interessantere Frage als die, ob ein Hund seinem Herrl gleicht: das ist die reine Wahrheit und kann bei jedem Besuch der Hundezone verifiziert werden.

Wenn der Mopsbesitzer also aussieht wie sein Mops: will er das? Ist die ästhetische Annäherung an sein Haustier ein Zeichen der Zuneigung, wie es nur zwischen Tier und Mensch möglich ist (oder hat der Mops einfach keine Lust, wie seine Besitzerin auszusehen?).
 Logo, was schön sein soll, lässt sich nicht über einen Kamm scheren. Für mein Verständnis zum Beispiel ist es durchaus erstrebenswert, der edlen Silhouette eines Hovawarts zu gleichen, wie zufällig mein Hund Barolo einer ist. Auch das etwas behäbigere Schönheitsideal eines Golden Retrievers leuchtet mir ein (ist halt eher was für Biertrinker), selbst die elegante Lockenpracht des Pudels scheint mir kopierenswert, eine Ansicht, mit der ich leider allein dastehe: kein Pudel mehr weit und breit, dessen Leine eine Dame mit aufgetürmten Locken und Veilchenparfüm um ihr Handgelenk geschlungen hat - ich vermisse dieses Bild. Ich gehe sogar soweit, die runde Nase des Bullterriers zu loben, die man sich formen lassen kann, ohne je einen Schönheitschirurgen aufzusuchen. Aber Mops: Eine Antithese zu den Weight Watchers? Rehpinscher: Anleitung zur Anorexie? Schäferhund: Bewerbung für die Fremdenlegion? Rauhaardackel: keine Lust mehr auf Rasieren?
Bitte um Bilddokumente und weitere Vorschläge.

2 Comments

Ob ich so aussehen möchte wie mein Hund? Jein. Ich vermute Ja, weil es mir im weitesten Sinn durchaus erstrebenswert schiene, die edle Statur und noch mehr, das edle Wesen meiner Hunde zu haben. Ich vermute Nein, weil dann der Traum keiner mehr wäre ;-) Ein Belegbild wäre mir zu peinlich.
Sicher bin ich hingegen, dass meine Doggen keine Lust haben wie ihre Besitzer auszusehen. Das spricht für sie.

Beste Grüße Johannes

PS: Gestern am späten Abend im Bankomatraum meiner Hausbank - ich brauchte Geld, um die Futterlieferung für Hund heute Morgen bezahlen zu können -, betrat die besagte akkurate Dame mit aufgetürmten Locken und Veilchenparfüm den Raum, um ihr Handgelenk die Leine und an deren Ende der besagte elegante Pudel ... nur das Ambiente passte nicht ganz.

Ähneln sich Hund und Herrl tatsächlich immer mehr, je länger sie Haus und Hof teilen? Wenn ich darüber nachdenke, hoffe ich, dass es sich dabei um einen modernen Mythos handelt. Nicht, weil ich meine Hündin hässlich finde - im Gegenteil. Sie ist ein Prachtweib. Aber trotzdem möchte ich nicht so aussehen wie sie. Schließlich ist sie ein Boer - und bei aller Liebe möchte ich nicht so viele Sorgenfalten bekommen, auf einen treu-doofen Ausdruck durch hängende Lieder kann ich auch verzichten und natürlich auf eine eingedrückte Nase. Ihr Wespentaille hingegen würde ich sofort und mit Handkuss nehmen. Aber wie immer im Leben gilt auch hier: Man kann nicht alles haben.

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