Langsam komme ich hinter die Strategien meines Hundes Barolo. Vielleicht hat das damit zu tun, dass wir jetzt schon recht lange zusammenleben und dabei nur an wenigen Tagen im Jahr Tisch und Bett nicht teilen (Ihr versteht, warum ich so pathetisch formuliere? Weil ich Euch feierlich stimmen will! Tatsächlich liegt mein Hund natürlich nicht in meinem Bett liegt. Tisch und Bett teilen geht auch ohne.)
Die Strategien meines Hundes zielen darauf, wann er es für nötig hält, einen Wirbel zu machen. Früher tobte er bereits, wenn sich auf der anderen Straßenseite jemand an unserem Haus vorbeidrückte, heute schweigt er, selbst wenn der Briefträger anläutet. Aber er schweigt nicht immer. Er schweigt nur, wenn er das Gefühl hat, dass die Aufregung sich nicht lohnt. Ein beschwichtigendes Wort, ein schnelles Tätscheln des Kopfes: zu wenig. Dafür steht mein Hund nicht auf.
Wenn hingegen ein Bekannter bei der Tür hereinkommt, dessen Ankunft den Barolo in Feierlaune versetzt, kann er heulen wie ein Irokese. Wenn der Bekannte dann zum Beispiel kurz rausgeht, um sich etwas aus dem Auto zu holen, freut sich der Barolo anschließend mindestens genauso über dessen Rückkehr wie beim ersten Mal. Ginge der bedauernswerte Gast noch einmal hinaus, würde sich das Procedere selbstverständlich noch einmal wiederholen.
Im Anschluss daran lässt mein Hund den Gast nicht aus den Augen, im Gegenteil, er sucht Körperkontakt. Er drückt sich an seine Knie, bis er aus der Balance kommt und tröstet ihn mit warmem Atem, wenn er hingefallen ist. Seine Freude ist strikt ökonomisch. Mein Hund ist ein Kind unserer Zeit.
Wenn hingegen ein Bekannter bei der Tür hereinkommt, dessen Ankunft den Barolo in Feierlaune versetzt, kann er heulen wie ein Irokese. Wenn der Bekannte dann zum Beispiel kurz rausgeht, um sich etwas aus dem Auto zu holen, freut sich der Barolo anschließend mindestens genauso über dessen Rückkehr wie beim ersten Mal. Ginge der bedauernswerte Gast noch einmal hinaus, würde sich das Procedere selbstverständlich noch einmal wiederholen.
Im Anschluss daran lässt mein Hund den Gast nicht aus den Augen, im Gegenteil, er sucht Körperkontakt. Er drückt sich an seine Knie, bis er aus der Balance kommt und tröstet ihn mit warmem Atem, wenn er hingefallen ist. Seine Freude ist strikt ökonomisch. Mein Hund ist ein Kind unserer Zeit.
