Während mein Hund Barolo seinem geregelten Alltag in und um Wien herum nachgeht, schreibe ich ihm diese Postkarte aus Rovinj.
Rovinj, lieber Barolo, ist ein reizendes Dörfchen an der Westküste Istriens. Die Innenstadt, überragt von einem Kirchturm, der es auch okay fände, in Venedig zu stehen, ist verwinkelt und eng. Die Steine, mit denen die Straßen und Wege gepflastert sind, wurden von vielen Stiefelabsätzen und Flip-Flop-Sohlen so glatt poliert, dass sie im nächtlichen Licht der Straßenlampen glänzen, als wäre gerade ein Gewitter niedergegangen, und hinter den Ecken und Mauervorsprüngen der Häuser schauen dir die Ureinwohner Rovinjs entgegen: Katzen. Unfassbar viele Katzen.
Während die Katzen und Kätzchen Rovinjs bei den jugendlichen Besuchern und vor allem Besucherinnen für Tumult sorgen, für impulsive Zuneigung und Locklaute aus gespitzten Lippen, stehen andere Menschen vor einem echten Problem: alle, die ihren Hund mit hierher gebracht haben.
Die Hunde, lieber Barolo, werden beim Riechen am Randstein ganz taumelig. Sie wanken, aber sie fallen nicht, ihr Wahrnehmungszentrum versetzt sie in Alarmzustand, sie wollen jagen, den Katzen nach, dem Feind. Aber ihre Menschen wollen das nicht, aus vielen Gründen, zum Beispiel deshalb, weil die Katzen jede Hundenase, die sich um die Ecke schiebt, mit ihren Krallen perforieren.
Deshalb tragen diese Menschen ihre Hunde durch Rovinj. Ich sah einen hechelnden Collie auf den Armen seines Herrn, einen zuckenden Mischling im Korb seiner Frau, und dort drüben kommt ein Berner Sennenhund, 60 Kilo schwer, und gottseidank sind seine Menschen zu zweit.
Während die Katzen und Kätzchen Rovinjs bei den jugendlichen Besuchern und vor allem Besucherinnen für Tumult sorgen, für impulsive Zuneigung und Locklaute aus gespitzten Lippen, stehen andere Menschen vor einem echten Problem: alle, die ihren Hund mit hierher gebracht haben.
Die Hunde, lieber Barolo, werden beim Riechen am Randstein ganz taumelig. Sie wanken, aber sie fallen nicht, ihr Wahrnehmungszentrum versetzt sie in Alarmzustand, sie wollen jagen, den Katzen nach, dem Feind. Aber ihre Menschen wollen das nicht, aus vielen Gründen, zum Beispiel deshalb, weil die Katzen jede Hundenase, die sich um die Ecke schiebt, mit ihren Krallen perforieren.
Deshalb tragen diese Menschen ihre Hunde durch Rovinj. Ich sah einen hechelnden Collie auf den Armen seines Herrn, einen zuckenden Mischling im Korb seiner Frau, und dort drüben kommt ein Berner Sennenhund, 60 Kilo schwer, und gottseidank sind seine Menschen zu zweit.

Mit Genuss lese ich jede Woche den "Barolo"! Seit meiner Rueckkehr nach Oesterreich ist er einer der wenigen Lichtpunkte! danke wuff1