Warum sollte sich mein Hund Barolo Sorgen machen? Es geht ihm gut. Er hat zu fressen, subjektiv zwar stets ein bisschen zu wenig, objektiv jedoch genug, auch wenn es Tage in seinem Leben gab, als er mehr Ballast auf den Rippen trug als heute.
Ihm ist warm, auch wenn er dem Himmel dabei zusieht, wie er uns den Gefrierpunkt auf den Kopf fallen lässt, und der Hund würde keine kalte Nacht im Freien freiwillig gegen den Aufenthalt hinter dem Ofen tauschen, außer ich liege dort und blättere in einem kostbaren Bildband.
Und doch hat mein Hund etwas auf dem Herzen. Es ist nicht die Endlichkeit seines Daseins, die ihn bedrückt, diese Sorge muss allein ich mit mir herumtragen. Mein Hund hingegen denkt dieser Tage vor allem daran, wie es geschehen konnte, dass er auf zahlreiche Annehmlichkeiten, die er vor allem während seiner Pubertät vor ungefähr genau elf Jahren geschätzt hatte, so lange verzichten konnte. Ich meine zum Beispiel das Rasten auf dem Sofa mit der frisch aus der Putzerei geholten weißen Decke. Oder das Verzehren des Inhalts meines Supermarktsackls, das ich auf dem Boden des Vorzimmers stehen lasse, ohne daran zu denken, dass mein Hund auch gern Faschiertes nascht.
Wenn ich ihn bei seinen Sünden betrete, erschrickt der Hund zwar wie seinerzeit, aber mir kommt vor, als nähme er mein Gekeppel mit einem feinen Lächeln zur Kenntnis, mit einem altersweisen, geradezu altruistischen Gesichtsausdruck: „Siehst du, Alter, wie deppert ich bin?! Du musst dir keine Sorgen um mich machen."
Und doch hat mein Hund etwas auf dem Herzen. Es ist nicht die Endlichkeit seines Daseins, die ihn bedrückt, diese Sorge muss allein ich mit mir herumtragen. Mein Hund hingegen denkt dieser Tage vor allem daran, wie es geschehen konnte, dass er auf zahlreiche Annehmlichkeiten, die er vor allem während seiner Pubertät vor ungefähr genau elf Jahren geschätzt hatte, so lange verzichten konnte. Ich meine zum Beispiel das Rasten auf dem Sofa mit der frisch aus der Putzerei geholten weißen Decke. Oder das Verzehren des Inhalts meines Supermarktsackls, das ich auf dem Boden des Vorzimmers stehen lasse, ohne daran zu denken, dass mein Hund auch gern Faschiertes nascht.
Wenn ich ihn bei seinen Sünden betrete, erschrickt der Hund zwar wie seinerzeit, aber mir kommt vor, als nähme er mein Gekeppel mit einem feinen Lächeln zur Kenntnis, mit einem altersweisen, geradezu altruistischen Gesichtsausdruck: „Siehst du, Alter, wie deppert ich bin?! Du musst dir keine Sorgen um mich machen."
