Funny Felix

Kolumnen / Kurier Freizeit
Mein Hund Barolo und ich hatten Besuch. Ein alter Freund kam auf einen Sprung im Weinviertel vorbei, und er hatte einen neuen Freund dabei: einen russischen Windhund.

Der russische Windhund ist ein Tier, das von ein paar ebenfalls anwesenden Kindern volley mit einer gänzlich anderen Art verwechselt wurde: mit einem Lama. Er hat langes, gelocktes Fell, ungefähr zweieinhalb Meter lange Haxen und den Schnabel eines Kolibris.

Außerdem bewegt sich der Russische Windhund ungern. Sein Besitzer berichtet zwar von der Eleganz der Bewegungen seines Hundes, aber der Hund selbst - er heißt Felix - fühlte sich ein wenig schlapp und legte sich hin.

Nun liebt Felix die Kühle, worüber er mit meinem Hund Barolo fachsimpeln konnte, und er liebt die Sinnlichkeit des Sandes. Felix schlief also in der Sandkiste, bis die Stunde des Abschieds schlug. Der Hund lag im Sand, mein Freund rief ihn. Der Hund blieb liegen. Freund rief lauter. Hund blieb liegen. Freund ging zum Hund, klinkte die Leine ins Halsband ein, ruckelte ein bisschen. Hund blieb liegen. Ich wurde um Hilfe gefragt (zwölf Jahre Barolo begründen Expertentum, jaja). Ich ruckelte kräftig am Halsband (so, dass mein Hund längst auf seinen vier Buchstaben gestanden wäre). Felix nahm mich nicht zur Kenntnis. Nun geschah Folgendes (und gut, dass ich es fotografiert habe, denn nun könnt auch Ihr es auf der Website sehen): mein Freund schob langsam seine Arme unter den Körper des Lamas, hob es auf und trug es zum Kofferraum seines Autos.

Time to say goodbye. Yours sincerely, funny Felix.

9 Comments

Eine sehr schöne Geschichte, wie immer.
"Die butterweiche Ganzkörperlähmung" befällt so manchen Hund... ;-)

herzlichst,
Diana

eine schöne geschichte, ja, aber ich würde die schilddrüsewerte von felix überprüfen lassen. lg karin

treffender kann man Windhunde nicht beschreiben lieber Barolo !
Tja, nicht umsonst nennt man die schnellen Windhunde Couchpotatoes ;-)
Sie können laufen - ja - tatsächlich, aber nur, wenn sie wollen UND, wenn es sich lohnt :-)

Moin!


Das ist völlig normal bei Barsois. Das weiss ich aus eigener, leidvoller Erfahrung.

Es gibt zwei Grundregeln, die man berücksichtigen muss:
1.: Ein Barsoi begrüßt nicht, er empfängt.
2.: Einem Barsoi erteilt man keine Befehle, sondern man spricht Empfehlungen aus.

Eine Szene vom Windhundetreffen:
http://www.windhundeforum.de/blog.php?b=16


Schöne Grüße aus dem Teutoburger Wald von Barsoi Yankee und Mitbewohner Marc


Und schönen Dank an Barbara (über mir) für den tollen Link!

alles richtig, lieber christian, und es war ja auch wirklich heiß damals im weinviertel, aber mein guter hünd heißt nicht felix, sondern feniks. feniks vom schloss perchino, wenn ich bitten darf, weil er doch ein russe ist.
lg
ll

"Die butterweiche Ganzkörperlähmung" ist eine Erfindung von MIR!! Jawohl!! Ich dachte nicht, dass sie sich schon weltweit herumgesprochen hat und nachgemacht wird. Fenix hat sie aber wirklich extrem kultiviert, das muss ich schon sagen. Getragen worden bin ich noch nie. Aber meine Frauchenerziehung ist ja noch nicht abgeschlossen.

SchnuffWuff
Das BamBam

Aloha! Die Geschichte hat was - dabei hätte ich den Feniks oder einen seine Brüder fast zu mir und meinen beiden Windhundmädels Kim (Galga) und Sahel (Barsoi) geholt. Die würden ihm aber Beine machen!
Apropos: Klar horcht ein Barsoi ganz genau hin, wenn er freundliche aber klare Anweisungen bekommt. Sahel reagiert mit ihren 13 Monaten sogar auf Handzeichen und lässt sich von Wild abrufen. Wenn Windhunde nicht intelligent gefordert werden, dann fühlen sie sich unterfordert und fangen an, Dummheiten zu machen. Meistens mit der Konsequenz: Leinenzwang. Ich - ähem meine Mädels - treffen sich regelmässig mit Barsois, Salukis, Galgos etc. und toben im bekannten und überschaubaren Gelände herum, geben Vollgas, ganz ohne Einzäunung. Da wo diese Rassen herkommen - Russland, Persien, Spanien - müssen sie bis zu einem bestimmten Grad gehorchen, sonst sind sie zu nix gebrauchbar. In großen Teilen Russlands müssen Barsois vom Wild abrufbar sein, sonst werde sie nicht zur Zucht zugelassen. Ich verstehe nicht, warum die Europäer ihre Windhunde immer so weltfremd hinstellen und sie wegen dieser falschen Klischees nur auf Hundeplätzen etc. laufen lassen. In der Schweiz gibt es einige Barsois, die als Flächen- und Trümmersuchhunde ausgebildet sind und jeden Schäferhund blass aussehen lassen:
http://www.barsois.ch/
Denkt mal drüber nach -
wünschen sich Sahel, Kim und Jadis.

Hallo!!

Ich als Züchterin von Feniks kann nur sagen das der Feniks äußerst schlau und raffiniert ist und der weiß sich zu helfen. Er ist äußerst liebenswürdig und sehr gescheit.Wirklich faul habe ich ihn hier nicht erlebt höchstens er war total k.o. vom spielen mit seinen Geschwistern. Ich muß sagen das ich alle 8 Welpen ohne Zaun gehalten habe ohne das sie weggelaufen wären. Vater und Mutter gehorchen nur mit Worte .Meine Hunde trage ja alle keine Halsbänder.Nur zu der Tatsache über das folgen der Windhunde.
Vater Victor hat das Gebrauchshundezertifikat und wir hatten freilaufende Hasen und keinen einzigen hat er was getan da er zu seiner Renn-u- Coursinglizenz so abgerichtet war das er auf Befehl den "Kill" gemacht hätte. Er hat auch beim künstlichen Hasen niemals im Maul die Beute zerfetzt sondern mit Schnauze und Pfoten festgehalten denn in Russland bei der Jagd darf das Fell nicht beschädigt werden.
Feniks ist ein super Hund mit einer tollen Familie und kleine Übertreibungen sind schon erlaubt.....
Gruß an alle Barsoifans und die es noch werden wollen.
Alexandra

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