Endlich ein Geschenk

Kolumnen / Kurier Freizeit

Ich liege hinter dem Ofen und lese in der Barks Library. Ich lese die Geschichte, in der Donald seinen geizigen Onkel Dagobert hypnotisiert, damit er ihm endlich einmal ein ordentliches Geschenk macht, aber natürlich muss das misslingen. Statt Donald zu beschenken, fällt es Dagobert ein, dem bissigen Köter der reichen Nachbarin ein Geschenk zu machen. Ein Geschenk, so groß und elegant, so freizügig und glamourös, wie es noch nie eines gab: 12 trommelnde Trommler, 11 pfeifende Pfeifer, 10 springende Herren, 9 tanzende Damen, 8 melkende Maiden, 7 schwimmende Schwäne, 6 legende Gänse, 5 Ringe aus Gold, 4 zwitschernde Amseln, 3 französische Hühner, 2 Turteltauben und ein Rebhuhn in einem Birnenbaum, die gesamte Belegschaft des amerikanischen Kinderlieds „The Twelve Days of Christmas" also.



Da höre ich ein Seufzen. Ich weiß sofort, wer so seufzt, denn außer mir liegt nur mein Hund Barolo hinter dem Ofen, der die alten Donald-Geschichten mindestens so gerne mag wie ich, und ich weiß, dass dieses Seufzen echt ist. Mein Hund kann auch hungerseufzen, aber das hört sich anders an. 

„Wassis los?" frage ich.

Aber der Hund wehrt ab: „Gar nichts..."

Doch das stimmt nicht. Denn der Barolo hat heute Geburtstag, er wird 14, in zwei Jahren darf er wählen, und er glaubt, dass ich sein Geschenk vergessen habe, und er wünscht sich weder Trommler noch Pfeifer, aber ein Stück Torte wäre super.

Die Barolo-Torte ist natürlich schon längst fertig, also hole ich sie aus der Küche und singe dem Barolo leise „Happy Birthday" ins Ohr. 

Ich wusste gar nicht, dass man vor Rührung schmatzen kann. 

Bilddokumente auf der Website.

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