Dreibeiniges Schütteln

Kolumnen
Fangen wir beim Schluss an: das ganze Album ist atemberaubend, und wenn ich atemberaubend sage, dann meine ich: hechel. Selbst wenn du nur daheim vor der Stereoanlage sitzst, wird dich der schiere Energiehaushalt dieser Musik aus der Senkrechten ins Schüttelige transponieren, und ich kann nur weinend dem Konzert von Firewater in Wien nachtrauern, das ich wegen grober Unwissenheit verpasst habe, denn jeder Mensch, der schon einmal bei einem Live-Konzert war, weiß, wie schüttelig diese Songs sein müssen, wenn keine Stereoanlage zwischengeschaltet ist (Apropos weinen: Obamas Dankesrede gesehen?).


Three Legged Dog - Firewater - Der Song platzt vor räudiger Kraft
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Auf Firewater stieß ich über den Song „Three Legged Dog", Hund mit drei Beinen, ich verfüge nämlich über ein qualifiziertes Netzwerk von Hundesong-Lieferanten (wer sich dafür interessiert, kann auf der neuen Website www.mein-hund-barolo.com ja mal nachschauen kommen). Der Song platzt vor räudiger Kraft. Er zitiert Sympathy for the devil, rockt selbstbewusst, macht sich aber durch genau die Unwucht interessant, die das Bewegungskostüm des Hundes mit den drei Beinen ausmacht: ein Wunder, dass der so rennen kann; aber wie der rennt, schau.

Hören wir mit dem Anfang auf: mein Hund Barolo genießt den Sprühregen so wie ich die Tatsache, dass es nach der Umstellung auf Winterzeit für ein paar Tage morgens wieder hell ist, wenn ich mich aus dem Bett quälen muss. Je novembriger es draußen ist, desto freier atmet mein Hund, desto elastischer ist sein Schritt über die Laubwolken, auch wenn das Elastische von früher nicht mehr mit dem Elastischen von heute verglichen werden kann; toben kann er immer noch, auf drei Beinen meistens - eines ruht sich immer aus.

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