Die Schaufel des Henkers

Kolumnen / Kurier Freizeit
Dass mein Hund Barolo ein merkwürdiges Verständnis für Humor hat, ist Euch längst bekannt, aber dass er zuletzt fast auf die Schaufel des Henkers sprang, um mich dazu zu bewegen, für ihn zu kochen, fand ich dann doch übertrieben.

Normaler Abend, Hund geht schlafen, ich geh schlafen, dann bellt der Hund plötzlich, ich gehe nachschauen und sehe, aha, zuviel Abendessen, denn dieses befindet sich nicht mehr in meinem Hund Barolo, sondern daneben.
Als ich in der Früh aufstand, war da noch viel mehr Abendessen, und am Vormittag begann mir der Barolo ernsthaft Sorgen zu machen. Er hörte nicht auf zu kotzen, und ich fragte bei meinen Freunden von der Tierklinik Strebersdorf nach, was zu tun sei.
Ich fasse die Antwort kurz zusammen: mein Hund und ich verbrachten an drei aufeinanderfolgenden Tagen viel Zeit in den Räumlichkeiten der Tierklinik, während der mein Hund Infusionen bekam, die seine äußerst unangenehme Verstimmung des Verdauungstrakts (für unsere Lateiner: die Diagnose lautete Pankreatitis) neutralisierten.
Wie gut es deinem Hund geht, siehst du in den Augen des Tierarztes, und nein, es ging dem Barolo gar nicht gut. Aber die richtigen Handgriffe und die richtigen Entscheidungen, und der Barolo machte plötzlich nicht mehr einen ostentativen Bogen um den Napf, sondern fraß zuerst die Recovery-Nahrung (dies ist eine echte Fremdwörter-Kolumne!) und dann das Huhn mit Reis, das ich ihm bereitete.
Es geht ihm gut, schaut ihn euch an (Fotos auf der Website). Er freut sich über die Sonderbehandlung. Ich freue mich, dass er sich freut. So sind wir quitt.

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