Die Höhe der Hinterkante

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Mein Hund Barolo, gute elf Jahre alt, beschwert sich darüber, dass die Hinterkante des Kombis, mit dem er zu reisen pflegt, seit geraumer Zeit immer weiter vom Boden entfernt ist. Die Kante liege täglich ein paar Millimeter höher, auf den ersten Blick unmerklich, in Summe verhängnisvoll. So wie das Schmelzen der Gletscher, nur umgekehrt.

Ich weiß, was mein Hund meint, also besorge ich ein technisches Hilfsmittel, damit der Barolo, gute elf Jahre alt, nicht mehr so hoch hüpfen muss, um den Kombi zu besteigen. Es handelt sich um ein Produkt namens „Pet Walk", eine ausziehbare Rampe aus Aluminium, die so am Hintereingang des Autos befestigt werden kann, dass der Hund in einem angenehmen Steigungswinkel ins Innere spazieren kann.

Das Trumm ist nicht schön, aber praktisch. Die Oberfläche künstlich aufgeraut, kein Rutschen, kein Gleiten. Passt zusammengeschoben gut in den Kofferraum.

„Schau, Barolo", sage ich, als wir die Rampe auspacken. „Kein Hüpfen mehr, also auch kein Bauchfleck. Freust du dich?"

Aber der Hund schaut das Trumm nur an wie einen fremden Rottweiler.

„Probieren wir's mal", sage ich.

Jetzt schaut der Hund mich an wie einen fremden Rottweiler.

Aber ich bin nicht blöd. Ich ziehe einen Hundekeks aus der Tasche, lege ihn auf die Rampe, ganz oben.

Der Barolo holt ihn sich von der Seite. Ich nehme den nächsten Keks, platziere ihn im Inneren des Kombis. Aus dem Stand hüpft der Barolo ins Auto und schnappt sich den Keks. Von oben mustert er jetzt die Rampe, und während er geräuschvoll den Keks zerbeißt, sagt er: „Hättest du billiger haben können."

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