Es ist so: mein Hund Barolo tut plötzlich so, als hätte er keinen Appetit mehr. Früher, als er jung war, hat er ungefähr alles gefressen, was man fressen konnte, manchmal auch mehr, ungefähr so wie das Sams. Kennt ihr das Sams? Das wunderbare, rothaarige Wesen mit dem Taucheranzug, das Wünsche erfüllen kann und dafür nur einen Punkt im Gesicht hergeben muss? Das Sams, das sich der wunderbare Schriftsteller Paul Maar ausgedacht hat, das Seife isst und Porzellanteller und damit beim Essen ungefähr so wählerisch ist wie Averell Dalton?
So hat auch mein Hund Barolo gefressen. Manchmal, wenn ihm der Inhalt seiner Schüssel zu wenig war, fraß er eben auch die Schüssel.
Was für ein Unterschied zu heute. Heute geht mein Hund, nachdem ich seinen frisch geputzten Napf mit einem Hundegourmetmenü gefüllt habe, gerade einmal schnuppern.
Dann schaut er mich an. Dann schaut er den Napf an. Dann dreht er sich um, geht auf seinen Platz und legt sich hin. Wenn ich dann versuche, meinen Hund durch nette Worte, freundliche Gesten, körperliche Zuwendung dazu zu motivieren, ein paar Bissen zu nehmen, wendet er den Kopf ab und seufzt.
„Was möchtest Du denn essen, Barolo?" hauche ich in sein Ohr.
Der Barolo antwortet: „Beinschinken."
So ist das nämlich. Mein Hund hat begriffen, dass das Leben zu kurz ist, um immer nur Hundefutter zu fressen.
Ich gehe also in die Küche und schaue in den Kühlschrank, ob sich etwas machen lässt.
Als ich zurückkomme, liegt der Hund noch immer regungslos auf seinem Platz. Aber es gibt ein Indiz, dass er sich doch bewegt hat: Der Napf ist leer.
Was für ein Unterschied zu heute. Heute geht mein Hund, nachdem ich seinen frisch geputzten Napf mit einem Hundegourmetmenü gefüllt habe, gerade einmal schnuppern.
Dann schaut er mich an. Dann schaut er den Napf an. Dann dreht er sich um, geht auf seinen Platz und legt sich hin. Wenn ich dann versuche, meinen Hund durch nette Worte, freundliche Gesten, körperliche Zuwendung dazu zu motivieren, ein paar Bissen zu nehmen, wendet er den Kopf ab und seufzt.
„Was möchtest Du denn essen, Barolo?" hauche ich in sein Ohr.
Der Barolo antwortet: „Beinschinken."
So ist das nämlich. Mein Hund hat begriffen, dass das Leben zu kurz ist, um immer nur Hundefutter zu fressen.
Ich gehe also in die Küche und schaue in den Kühlschrank, ob sich etwas machen lässt.
Als ich zurückkomme, liegt der Hund noch immer regungslos auf seinem Platz. Aber es gibt ein Indiz, dass er sich doch bewegt hat: Der Napf ist leer.
