Der junge Wischler und mein Hund Barolo

Kolumnen
Mein Hund Barolo ist ein alter Hund, der den Freuden der Jugendlichkeit leidenschaftlich zugetan ist, er folgt darin des alten Ostbahns Motto „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit". Man muss nur das Wort „Spaziergang" in einer authentischen Tonlage aussprechen, schon dreht sich der Hund um die eigene Achse und gibt frühkindliche Laute von sich. 

Dem genauen Beobachter entgeht dabei natürlich nicht, dass die Geschwindigkeit des Kreiselns mit den Jahren abgenommen hat, dass die Prä-Spaziergangs-Geißhüpfer, die als nächstes auf dem Programm stehen, nicht mehr aussehen, als würde ein schwarz behaarter Gummiball durch den Garten springen, man würde das keuchende Wesen vielmehr als eine aufgeschreckte Robbe identifizieren, die vergessen hat, wo ihr Strand ist.
Wie weit sich mein Hund Barolo vom Gestade der Kindheit entfernt hat, tritt jedoch erst zutage, sobald ein wirklich junger Hund die Bühne betritt, sagen wir ein einjähriger ungarischer Wischler namens Marie, dessen höchste Freuden darin bestehen, sich schnell und elegant zu bewegen, gleichzeitig mit seinen schnellen und eleganten Bewegungen aber auch dem alten Hund unübersehbar zu zeigen, was eine Harke ist.
Der Wischler also dauernd in Bewegung, Breitbandgeschwindigkeit, während der Barolo gemächlich wie ein Postler am Mofa einhertrottet, nur hie und da nach dem Wischler giften muss, der ihm über die Füsse rennt, he Barolo, fang mich, wenn du kannst.
In diesen Fällen ist Weisheit des Alters gefragt. Als die Hunde nach Hause kommen, sieht der Wischler erst, dass der Barolo ihm prophylaktisch den Napf geleert hat, hallo Marie, Hunger?

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