Mein Hund Barolo begleitet mich zu allen privaten, aber auch zu den meisten dienstlichen Verabredungen, und es hat sich dabei, auch wenn gewisse Handlungen, Protagonisten und Schauplätze immer die selben sind, nie so etwas blasse Routine eingestellt. Im Gegenteil.
Wenn mein Kollege, der Schwede, wie immer vier Minuten nach der Zeit zu unseren Treffen erscheint, begnügt sich der Barolo keineswegs mit einem freundlichen Kopfnicken als Begrüßung, einer Geste, die meiner Meinung nach - und auch nach derer des Schweden - vollkommen ausreichen würde, um das Wiedererkennen und die Freude darüber zu Erkennen zu geben.
Der Barolo hingegen findet, dass dem Schweden ein hingebungsvolles Begrüßungsgeschrei zusteht, aber wie er den Schrei anlegt - markerschütternd, Steinadlermäßig, Guantanamohaft - behält sich der Hund vor. Es kommt ganz aufs Publikum an.
Als wir zuletzt nach überstandenem Zeremoniell - in der feuchten Jahreszeit gibt der Hund auch gern die Pfote - ins Besprechungszimmer dislozierten, um dort mit durchaus beeindruckten Gästen gewichtige Gespräche zu führen, beteiligte sich der Barolo die längste Zeit nicht an der Unterhaltung. Erst als wir zum Kernpunkt des abzuschließenden Geschäfts vorstießen, erhob sich mein Hund, steuerte den Wortführer der Gäste an, beugte sich über dessen Wasserglas, das jener auf der Lehne des bequemen Besprechungsstuhls geparkt hatte - und trank es aus.
Nein, er stieß das Glas nicht um. Er hängte nur die lange, rosa Zunge hinein, schnaufte durch die Nase, und dann war das Glas leer. Keine Ahnung, wie er das geschafft hat.
Das Geschäft kam übrigens zustande. Meinen Hund wollten die Gäste aber doch nicht kaufen.
Der Barolo hingegen findet, dass dem Schweden ein hingebungsvolles Begrüßungsgeschrei zusteht, aber wie er den Schrei anlegt - markerschütternd, Steinadlermäßig, Guantanamohaft - behält sich der Hund vor. Es kommt ganz aufs Publikum an.
Als wir zuletzt nach überstandenem Zeremoniell - in der feuchten Jahreszeit gibt der Hund auch gern die Pfote - ins Besprechungszimmer dislozierten, um dort mit durchaus beeindruckten Gästen gewichtige Gespräche zu führen, beteiligte sich der Barolo die längste Zeit nicht an der Unterhaltung. Erst als wir zum Kernpunkt des abzuschließenden Geschäfts vorstießen, erhob sich mein Hund, steuerte den Wortführer der Gäste an, beugte sich über dessen Wasserglas, das jener auf der Lehne des bequemen Besprechungsstuhls geparkt hatte - und trank es aus.
Nein, er stieß das Glas nicht um. Er hängte nur die lange, rosa Zunge hinein, schnaufte durch die Nase, und dann war das Glas leer. Keine Ahnung, wie er das geschafft hat.
Das Geschäft kam übrigens zustande. Meinen Hund wollten die Gäste aber doch nicht kaufen.

hallo christian!
mein schwager hat bald den 50er.hat selber einen wunderschönen weiblichen schwarzen hovawart namens assia.ich möchte ihm dein buch schenken,wenn ich wüßte, ob darin die superkolumnen als geschichten vorhanden sind.
würde mich über info freuen.
homepage meines schwagers:
http://www.vonzelking.at
liebe grüße johanna
Liebe Johanna,
natürlich sind in dem Buch die Geschichten aus der Kolumne, Du kannst es Deinem Schwager also ohne das Risiko von etwas Neuem, Unerprobten zum Geburtstag schenken. Mit den besten Grüßen von mir und Barolo. Alles Liebe