Als dem Barolo der Sprit ausging

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Mein Hund Barolo hatte große Pläne. Die Devise hieß, rein ins Auto, ab in den Prater, da spielte es keine große Rolle, dass es waagrecht schneite, was nicht meine bevorzugte Wetterlage ist, noch dass die Verkehrslage prekär war, weil bei Schlechtwetter viel mehr Autos auf der Straße unterwegs sind als sonst, was ich ebenso unlogisch finde wie Spazieren bei Scheißwetter. Was machen die Leute, wenn die Sonne scheint? U-Bahn-fahren?

Wir fuhren los. Nichts ging schnell. Stau. Ampeln mit Schweigeminuten. Wir hantelten uns irgendwie durch die Stadt, bogen in die Meiereistraße ein, dann ging uns das Benzin aus.
Das liest sich jetzt ganz geschmeidig, aber wisst Ihr, wie es ist, wenn der Kombi langsam ausrollt, einspurige Straße, hinter dir alle, die bei Sonne mit der U-Bahn fahren? Nur eines: wo die Hupe ist, wissen sie. Ich legte eine Sekunde den Kopf in den Nacken, um nachzudenken, was jetzt zu machen sei. Dann war die Polizei da.
Die Polizisten, ein Geschenk. Nachdem sie sich die Tränen aus den Augenwinkeln gewischt hatten - „ha-haben Sie keine Tankanzeige?" -, halfen Sie mir, das Auto auf den Grünstreifen zu schieben und riefen mir - ich hatte mein Handy vergessen - ein Taxi, um bei der Tankstelle Benzin zu holen können.
Peinlich. Peinlich. Aber wisst Ihr, wie sich mein Hund im Heck des Kombis aufführte? Superpeinlich. Als wären die beiden Herren mit der Knarre im Halfter gekommen, um mich zu entführen. Sprang ans Fenster, kratzte an der Tür, und als ich die Heckklappe öffnete, um für Ordnung zu sorgen, sagte er nur sarkastisch „Gratuliere" und haute sich über die Häuser, tanken.

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