November 2010

Mein Hund Barolo schläft. Er schläft viel in diesen Tagen. Manchmal höre ich das Klackern seiner Krallen auf dem Parkett, wenn er in der Früh aufsteht und das Vorzimmer durchquert, um in der Küche weiterzuschlafen. Das ist klug von meinem Hund. Denn sobald ich später selbst in die Küche komme und mir eine Kanne Tee zubereite, muss der Hund nicht mehr aufstehen, um sich während des Guten-Morgen-Barolo-Mantras den Kopf tätscheln zu lassen. 

Tiere essen

Kolumnen Kurier Freizeit • 12. November 2010
Ein Freund, der beruflich in China zu tun gehabt hatte, kehrte mit einem befremdlichen Bilddokument auf seinem Handy zurück. In der Stadt Huaji war er über den Markt geschlendert und hatte beobachtet, wie ein Metzgergehilfe einen kleinen, schwarzen Hund schlachtete - wobei schlachten schon fast ein zu milder Begriff ist. Der Gehilfe legte dem zuerst noch lethargisch in seinem Käfig sitzenden Hund eine Drahtschlinge um den Hals und hob ihn anschließend an einem an eine Angel erinnernden Mordinstrument in die Höhe - der Hund begann zu strampeln und zu zucken, der Metzgergehilfe wartete, Zigarette im Mundwinkel, mit der Routine dessen, der weiß, wie lange ein kleiner Hund strampelt und zuckt, bis er erstickt, auf den Tod des Tieres. Ein weiteres Bilddokument zeigt dann, wie der Hund gehäutet und mit Messer und Beil elegant zerlegt wird, ein letztes, wie das Tier auf dem Grill liegt und einem Spanferkel plötzlich sehr ähnlich sieht.
Strategien gegen den November: 1. Mein Hund Barolo zum Beispiel regnet, bevor er draußen im Grau beregnet wird. Sobald ich die Kühlschranktür öffne, taucht er wie eine schwarze Wolke in der Tür auf, donnert leise und beginnt aus den Mundwinkeln zu regnen. Wenn ich mir ein Brot mache, zum Beispiel mit der wunderbaren Bresaola, die ich mir hie und da bei „Vidoni" hole, verschlechtert sich die Wetterlage, der Regen wird stärker, und nach meiner Mahlzeit steht in der Küche das Wasser. 

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