März 2010

Mein Hund Barolo ist in Feierlaune. Es geht ihm gut. Er ist satt. Er hat einen Spaziergang im Dreck des aufgetauten Praters hinter sich, wurde gewaschen und entkam mir, zog eine Spur des beginnenden Frühjahrs durch das Vorzimmer in die Küche, und weil er gerade in der Küche war, nahm er das Papierl mit, das auf dem Küchentisch lag, und muss ich noch dazusagen, dass im Papierl 20 Deka vom Beinschinken lagen, die ich gerade vom „Vidoni" geholt hatte? Ihr habt schon richtig gehört: lagen. Jetzt sind sie weg, und der Hund schleckt sich das Maul.
Mein Hund Barolo feiert Geburtstag, indem er das wundersame Gebilde, das plötzlich vor seiner Nase steht, zuerst kurz beschnuppert und dann zur Sicherheit auffrisst (Filmdokument hier). Man kriegt schließlich nicht jeden Tag einen Wursthund zum Geburtstag, und auch, wenn man nicht genau weiß, was das sein soll, Geburtstag, so bekommt man doch die Ahnung, dass es etwas Angenehmes ist, zumindest das Feiern, denn dass die Knochen zunehmend zu schmerzen beginnen, ist ja ein schleichender Kolateralschaden, uns allen bekannt.

Die kahle Stelle

Kolumnen Kurier Freizeit • 13. März 2010
Als ich zuletzt in der Früh meinen Hund Barolo begrüßen wollte, lag dieser in der Küche. Das ist nicht außergewöhnlich, er verbringt den letzten Teil seiner Nachtruhe immer dort, wo er mir, während ich Tee mache, die Kniekehle abschlecken kann, ich quietsche dann pflichtschuldig, und der Barolo lacht sich tot, kriegt einen Keks, und der Tag ist auf einem guten Weg. So machen wir das.

Mein Hund Barolo hat ein Geheimnis. Er mag nicht entlang der Prater Hauptallee spazieren gehen. Wenn wir morgens das Auto beim Lusthaus parken und uns in das bunte Treiben der Jogger, Walker und Autos einreihen, die das Fahrverbot missachten, biegt der Hund immer mit großer Selbstverständlichkeit in den ersten Waldweg rechts ein, und das ist ein hübscher Weg, der uns weiter zur frisch renovierten Kirche von Maria Grün führt und von dort in die dichten Praterwälder.


Der Ausflug

Kolumnen Kurier Freizeit • 1. März 2010
Mein Hund Barolo kehrte von einem Erholungsausflug zurück und war schön wie nie zuvor. Sein Fell war gebürstet, es glänzte wie die untergehende Sonne im Meer, die Haare zwischen den Zehen waren geschnitten und es gab keine Aufmerksamkeit, die dem Tier nicht widerfahren war - der Barolo kam mir auch um die Leibesmitte ein bisschen energischer vor als zuletzt, aber vielleicht schloss ich ja bloß von mir auf andere. 

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