Juni 2009

In der heißen Jahreszeit ist mein Hund Barolo gern durstig. Er säuft, und zwar in erstaunlichen Mengen. Er wäre nicht mein Hund, wenn das keine Komplikationen ergäbe. Denn der Barolo liebt das fließende Wasser. Sobald er ein trockenes Gefühl in seinem Maul identifiziert, befiehlt er mich mit kehligem Gebell aufs Klo, damit ich runterspüle und auf diese Weise die Illusion eines plätschernden Bächleins erzeuge, die den Barolo dazu animiert, naturnah seinen Durst zu löschen. 
Meinen Hund Barolo verlangt es morgens nach Getränken. Er bellt dann, und ich erwache. Ihr müsst wissen, dass der Barolo ein eigenes Schlafzimmer hat, das nicht identisch ist mit dem Vorzimmer, jenem Raum, in dem ein Schutzhund traditionellerweise seinen Platz hat. 
Es ist so: mein Hund Barolo tut plötzlich so, als hätte er keinen Appetit mehr. Früher, als er jung war, hat er ungefähr alles gefressen, was man fressen konnte, manchmal auch mehr, ungefähr so wie das Sams. Kennt ihr das Sams? Das wunderbare, rothaarige Wesen mit dem Taucheranzug, das Wünsche erfüllen kann und dafür nur einen Punkt im Gesicht hergeben muss? Das Sams, das sich der wunderbare Schriftsteller Paul Maar ausgedacht hat, das Seife isst und Porzellanteller und damit beim Essen ungefähr so wählerisch ist wie Averell Dalton?
Mein Hund Barolo braucht nicht viele Worte, um witzig zu sein. Als wir unlängst den Hund Pecorino kennenlernten - geschah das im Rahmen einer kleinen Veranstaltung, bei der unsere Hunde Kunststücke zeigen sollten.

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