Januar 2009

Vier gute Nachrichten

Kolumnen • 29. Januar 2009
Es gibt ein paar Neuigkeiten, mit denen ich nicht hinter dem Berg halten kann. Erstens hat Jun Miyake ein so überragendes Album abgeliefert, dass es mich permanent aus den Schuhen haut: ein Stilmischmasch erster Güte, befeuert vom großen Arto Lindsay, dem nicht minder virtuosen Dhafer Youssef; es swingt und tanzt, es holpern die Bässe, es erhebt sich die Trompete über den Knäuel aus Klängen, und dann beginnt auch noch der Chor der bulgarischen Frauen zu singen: es ist ein Erlebnis. Das Album heisst „Stolen From Strangers".

Brief an den Winter

Kolumnen • 25. Januar 2009
Zu Handen Herrn Winter: Mein Hund Barolo und ich gehen gerne auf dem gefrorenen Boden im Prater spazieren, wir probierten sogar das Eis auf dem Neusiedlersee aus, was für mich ein fantastisches, für meinen Hund Barolo ein traumatisches Erlebnis war: irgendwann, nachdem er mich - ich auf meinen neuen Schlittschuhen aus dem Jahr 1976 - aus dem Hafen von Rust gezerrt hatte, blickte sich der Hund um, blieb augenblicklich stehen und begann am ganzen Körper zu zittern. 

Das Sicherheitsschloss

Kolumnen • 17. Januar 2009
Was denkt ein Einbrecher, der schnüffelnd ein Stiegenhaus hinauf schleicht und eine Tür, die bloß mit einem ganz normalen Schloss versperrt ist, bemerkt? Denkt er: Bingo, hier schau ich mal nach, was die Herrschaften im Kasten haben? Oder überlegt er sich: Wenn die nicht besser zusperren, mach' ich mir gar nicht erst die Mühe...? 
Mein Hund Barolo ist ein alter Hund, der den Freuden der Jugendlichkeit leidenschaftlich zugetan ist, er folgt darin des alten Ostbahns Motto „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit". Man muss nur das Wort „Spaziergang" in einer authentischen Tonlage aussprechen, schon dreht sich der Hund um die eigene Achse und gibt frühkindliche Laute von sich. 
Wenn die guten Vorsätze purzeln, feiert mein Hund Barolo die schönste Zeit im Jahr. Er liebt erstens den Winter, der ihm auf den Weinbergen weiße Fäden ins Fell spinnt. Zweitens liebt er mich, wenn ich wieder einmal mit ihm im Nebel herumstapfe und mürrisch vor mich hin murmle, dass das zu Silvester aber ganz bestimmt nicht notwendig gewesen sei, es hätte doch auch genügt, um vier ins Bett zu gehen, und war es wirklich ich, der bei Anbruch des Tages noch einen Topf Gulasch auf den Herd gestellt hat und die Biere aus dem Keller geholt? 

Barolobilder

News • 1. Januar 2009
Der schöne Schwarze. Meistens in Farbe.

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